Seminare / Vorträge / Gruppen ab jetzt im HerzRaum

Zum Erdgeschoss eines wunderschönen Fachwerkhauses in Leopoldshöhe – direkt an der A2 – gehört ein Seminarraum, in dem es seit Oktober 2014 sehr lebendig zugeht. Es finden Seminare und Gruppen mit bis zu 14 Teilnemern statt. Einem Vortrag kann der Raum bis zu 24 Menschen Platz bieten.

Die Räume geben es auch her, sich in den Pausen gemütlich hinzusetzen, gemeinsam zu essen, vorm Kamin die Stille zu genießen und insgesamt das Gefühl der Liebe und Verbundenheit zwischen den Menschen herzustellen, die hier an einer Veranstaltung teilnehmen. Trans­formationsenergie.

Klick einfach auf das Bild und schau dich bei herzraum.me ein bisschen um. Bestimmt ist dort auch etwas für dich dabei.

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Die Süße der Trauer

Es gibt immer wieder Songs, die uns ganz tief berühren. Jake Bugg trifft mich mit seinem Song “Broken” mitten ins Herz. Wenn du magst, kannst du hier hineinhören.

Bei mir hat der Song eine ganz alte, ganz tiefe Trauer wachgerufen. Als ich das gespürt habe, wusste ich, die gehört zu meinem 20-jährigen jungen Jürgen, seiner Verarbeitung einer unerfüllten großen Liebe. Tränen schossen mir in die Augen und ich ließ sie fließen. Dann habe ich zu dieser Trauer gesagt: Ich habe dich lange lange tief versteckt – jetzt darfst du da sein. Ich will dich jetzt fühlen und sage Ja zu dir, JA, du bist meine Trauer, ich habe dich damals erschaffen, du gehörst zu mir !

Nach einiger Zeit fühlte ich, dass hinter dieser Trauer ein breites Selbstmitleid zum Vorschein kam, das ich früher vielleicht an mir verachtet hätte. Ich habe dann zu ihm gesagt: Ach da bist du ja. Du darfst jetzt auch ans Licht kommen. Ich umarme dich. Komm an mein Herz.

Und als ich spürte, wie sehr mich das Selbstmitleid damals und viele Jahre lang getröstet hatte und als ich es dafür liebte, da breitete sich die Trauer im Raum meines Herzens aus und wurde ganz weit. Ich schmeckte das Salz in den Tränen auf meinen Lippen und mein Herz füllte sich mit einer unbeschreiblich schönen Süße.

 

Was habe ich mir bloß angetan, dass ich so wütend auf dich bin ?

Dies ist mein Nachtrag zum gestrigen live Abendseminar von Robert Betz “Rosenkrieg oder endlich Frieden?” (Danke Robert, von Herzen).

Um in den Frieden mit dem Partner oder Expartner, zu kommen, müssen wir die Verletzungen heilen lassen, die wir uns selbst angetan haben.

Auf vielfältigste Weise, wie Robert es uns allen so schön vor Augen geführt hat, verletzen wir uns immer selbst.

Und dies nicht nur im Streit oder in der Eifersucht. Ich selbst kenne von mir auch noch diese suchtauslösende “Liebe” mit der Verlockung zur Selbstaufgabe. Und den Schmerz, als ich spürte, welchen Mangel an Selbstliebe und Verlust an eigener Würde ich dort fühlen konnte.

Und alles dies dürfen wir uns selbst vergeben. Und dann in der Folge achtsam mit uns selbst sein. Und die Liebe zu uns selbst behutsam, Schritt für Schritt, nähren und wachsen lassen.

Dann wird auch Liebe zum anderen ohne den Antrieb durch die eigene Bedürftigkeit möglich. Wenn du beim Fühlen deiner Liebe zu einem anderen Menschen manchmal in dir unbändige Freude und Freiheit und Stolz auf dich selbst spürst, dann bist du auf dem Weg.

Alles-was-ist sei mit dir.

(Anmerkung: Bert Hellingers Satz “Was habe ich dir bloß angetan, dass ich so wütend auf dich bin” dreht sich um Wut als Abwehr von Schuld. Hier geht es mir um Selbstentwürdigung und Selbstverletzung)